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Gender Education Gap 2024: Frauen machen häufiger höhere Schulabschlüsse

Bei schulischer und beruflicher Bildung schneiden junge Frauen oft besser ab als junge Männer. Dieser Gender Education Gap zeigt sich unter anderem bei Schulabschlüssen und bei Abschlussquoten an Hochschulen. Im Abgangsjahr 2024 waren unter den 258 300 Absolvierenden mit Allgemeiner Hochschulreife an allgemeinbildenden Schulen 55 Prozent Frauen und 45 Prozent Männer, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Je geringer der formale Schulabschluss, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um: Unter den 133 100 Absolvierenden mit Erstem Schulabschluss waren 59 Prozent Männer und 41 Prozent Frauen. Der Erste Schulabschluss ist ein allgemeinbildender Abschluss der Sekundarstufe I, der üblicherweise am Ende der 9. Klasse erworben werden kann. Einen Mittleren Schulabschluss machten 344 200 Absolvierende allgemeinbildender Schulen, darunter 51 Prozent Männer und 49 Prozent Frauen. Dieser Abschluss wird üblicherweise am Ende der 10. Klasse in der Sekundarstufe I erworben.

Apothekerverbände warnen vor dubiosen Online-Angeboten zur neuen Abnehmpille

Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände warnt vor dubiosen Online-Angeboten rund um die bevorstehende Einführung von Semaglutid-Tabletten zur Gewichtsreduktion. Ab September wird dieses verschreibungspflichtige Medikament voraussichtlich auch in Deutschland verfügbar sein. Schon jetzt werben zweifelhafte Internetportale mit der Verordnung und Vorbestellung des Arzneimittels.

Fehlende Techniken als Risiko im Straßenverkehr: Vier von zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren

96 Prozent der Kinder in Deutschland zwischen 4 und 12 Jahren können Fahrrad fahren. Das ist das Ergebnis einer Elternumfrage der ADAC Stiftung. Erhebliche Defizite sehen Eltern jedoch bei den Fähigkeiten, die für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr unerlässlich sind. 38 Prozent der 7- bis 9-Jährigen beherrschen keinen Schulterblick, können nicht sicher einhändig fahren und somit auch keine eindeutigen Handzeichen geben. Selbst bei den 10- bis 12-Jährigen, die üblicherweise die schulische Radfahrausbildung bereits absolviert haben, liegt dieser Anteil bei über 20 Prozent.

Fast jeder zweite Motorradfahrer entgeht nur knapp einem Unfall

45 Prozent aller Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer haben in den vergangenen zwei Jahren auf Landstraßen mindestens einmal eine kritische Fahrsituation erlebt, bei der ein Unfall nur knapp vermieden werden konnte. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) unter 501 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern. Die Umfrageergebnisse werden zum Start der bundesweiten Kampagne „Hartes Pflaster: Landstraße“ veröffentlicht, mit der der DVR gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ab dem 20. Juli 2026 Verkehrsteilnehmende für die besonderen Risiken auf Landstraßen sensibilisiert.

38,1 Prozent mehr E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2025

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, ist weiter gestiegen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Deutschland 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden – das waren 38,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor (11.944 Unfälle). Dabei kamen insgesamt 38 Menschen ums Leben, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Die Zahl der Todesopfer ist damit im Vergleich zu 2024 ebenfalls gestiegen: Damals starben 27 Menschen bei E-Scooter-Unfällen. 1.895 Menschen wurden im Jahr 2025 bei solchen Unfällen schwer verletzt und 16.184 leicht.

Frauen leisten mehr mentale Care-Arbeit als Männer

Ein Forscherinnenteam der HMU Health and Medical University in Potsdam hat die Verteilung und die gesundheitlichen Folgen mentaler Care-Arbeit in Deutschland untersucht. Die veröffentlichte Studie zeigt, dass Frauen nicht nur die Hauptlast der „unsichtbaren“ Familienorganisation tragen, sondern dass insbesondere die emotionale Sorgearbeit ein erhebliches Risiko für die psychische Gesundheit darstellt.

Wenn Bezahlen wehtut

In Deutschland wird erstmals häufiger bargeldlos als mit Bargeld bezahlt: 55 Prozent der erfassten Einkäufe wurden 2025 digital bezahlt. Eine neue Studie unter Beteiligung des Universitätsklinikums Tübingen zeigt nun, warum der Moment des Bezahlens psychologisch bedeutsam ist: Der sogenannte „Pain of Paying“ scheint weniger körperlicher Schmerz zu sein als ein unangenehmes emotionales Erlebnis, das finanzielle Entscheidungen beeinflusst. Das legt nahe, dass Zahlungsformen, bei denen der Bezahlvorgang weniger unmittelbar erlebt wird, auch als weniger „emotional schmerzhaft“ empfunden werden könnten. Die Studie erschien im Journal of Economic Behavior and Organization.

Studierendenhaushalte geben im Schnitt 54 Prozent des Einkommens für Wohnkosten aus

Hohe Wohnkosten stellen viele Studierende vor finanzielle Herausforderungen. Das gilt insbesondere für diejenigen, die nicht mehr im Elternhaus leben. In Deutschland geben Studierende mit eigener Haushaltsführung im Durchschnitt 54 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten aus, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 mitteilt. Damit ist der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Haushaltseinkommen für Studierende mit eigener Haushaltsführung mehr als doppelt so hoch wie für die Gesamtbevölkerung (24 Prozent).