Alle Artikel in: Technik

Wassermangel in Deutschlands Flüssen: „Wir können Niedrigwasser nicht einfach wegbaggern“

Politik und Wirtschaft diskutieren derzeit über eine Vertiefung von Fahrrinnen, damit Binnenschiffe auch bei niedrigen Wasserständen möglichst uneingeschränkt und sicher fahren können. Aus wissenschaftlicher Sicht greift dieser Ansatz zu kurz. „Wir müssen uns stärker an das vorhandene Wasserdargebot anpassen, statt die Flüsse immer weiter an unsere Nutzungsansprüche anzupassen“, sagt IGB-Forscher Dr. Christian Wolter. Punktuelle Eingriffe zur Beseitigung einzelner Engstellen können zwar sinnvoll sein, eine weitere systematische Vertiefung der Flüsse ist jedoch keine nachhaltige Antwort auf häufiger auftretendes Niedrigwasser.

Neue Studie zu Elektroautos: Verkaufspreise sinken um 18 Prozent, Modellvielfalt nimmt stark zu

Elektrofahrzeuge in Deutschland sind zwischen 2020 und 2025 real um rund 18 Prozent günstiger geworden – obwohl die nominalen Durchschnittspreise auf den ersten Blick gestiegen sind. Das zeigt eine neue gemeinsame Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI. Gleichzeitig hat sich die Zahl der verfügbaren Elektromodelle auf dem deutschen Markt mehr als vervierfacht. Die Studie basiert auf mehr als 100.000 Einzelangaben aus einer Datenbank des ADAC und umfasst sechs Segmente von Klein- bis Luxuswagen.

38,1 Prozent mehr E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2025

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, ist weiter gestiegen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Deutschland 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden – das waren 38,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor (11.944 Unfälle). Dabei kamen insgesamt 38 Menschen ums Leben, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Die Zahl der Todesopfer ist damit im Vergleich zu 2024 ebenfalls gestiegen: Damals starben 27 Menschen bei E-Scooter-Unfällen. 1.895 Menschen wurden im Jahr 2025 bei solchen Unfällen schwer verletzt und 16.184 leicht.

Wenn Bezahlen wehtut

In Deutschland wird erstmals häufiger bargeldlos als mit Bargeld bezahlt: 55 Prozent der erfassten Einkäufe wurden 2025 digital bezahlt. Eine neue Studie unter Beteiligung des Universitätsklinikums Tübingen zeigt nun, warum der Moment des Bezahlens psychologisch bedeutsam ist: Der sogenannte „Pain of Paying“ scheint weniger körperlicher Schmerz zu sein als ein unangenehmes emotionales Erlebnis, das finanzielle Entscheidungen beeinflusst. Das legt nahe, dass Zahlungsformen, bei denen der Bezahlvorgang weniger unmittelbar erlebt wird, auch als weniger „emotional schmerzhaft“ empfunden werden könnten. Die Studie erschien im Journal of Economic Behavior and Organization.

TÜV SÜD zeigt, worauf Verbraucher bei Zelten achten sollten

Camping liegt weiterhin im Trend, sei es für einen Kurztrip am Wochenende, eine Trekkingtour in den Bergen oder den Familienurlaub auf dem Campingplatz. Moderne Zelte bieten heute mehr Komfort, Wetterschutz und praktische Funktionen als noch vor wenigen Jahren. Damit der Aufenthalt in der Natur sicher und angenehm bleibt, sollten Verbraucher beim Kauf genau hinschauen. TÜV SÜD-Produktexperte Morten Rosenfeld erklärt, worauf es ankommt.

Cyberkriminalität im Alltag: Jede zehnte Person in Deutschland allein im Vorjahr betroffen

Viele Menschen informieren sich über ihre persönliche IT-Sicherheit erst im Ernstfall – so das Ergebnis des Cybersicherheitsmonitors 2026. Die repräsentative Befragung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Programms Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) beleuchtet das Schutzverhalten der Bevölkerung und ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Dabei zeigt sich auch: Allein in den vergangenen zwölf Monaten war jeder Zehnte von einer Straftat im Internet betroffen (11 Prozent). Häufigster Tatbestand bleibt Betrug beim Onlineshopping.

Betrug im Play Store: Millionen Nutzer zahlen für erfundene Anrufdaten

Sicherheitsexperten des europäischen IT-Sicherheitsherstellers ESET warnen vor einer neuen Betrugsmasche: Nutzer zahlen Geld, erhalten aber nur frei erfundene Daten. Nach Erkenntnissen von ESET wurden 28 solcher Anwendungen mehr als 7,3 Millionen Mal heruntergeladen. Als Partner der App Defense Alliance hat ESET Google über die Ergebnisse informiert. Google entfernte daraufhin alle in diesem Bericht genannten Apps aus dem Play Store. Die Apps geben vor, Zugriff auf Anruflisten, SMS-Verläufe oder sogar WhatsApp-Anrufe beliebiger Personen zu ermöglichen. Genau das macht sie für viele Nutzer so interessant. Doch die Versprechen sind technisch gar nicht umsetzbar.

ZEIT-Recherche zeigt gravierende Sicherheitsmängel bei Hunderten KI-generierten Websites

Hunderte mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Websites sind so unsicher, dass sensible Daten öffentlich zugänglich sind. Das hat eine Recherche der ZEIT ergeben. Passwörter, Lebensläufe, Zahlungsdaten bis hin zu privaten E-Mail-Adressen von FBI-Mitarbeitern liegen teils ungeschützt im Internet.

HUK-Mobilitätsstudie 2026

Die Bundesbürger reagieren inzwischen massiv auf die Zuverlässigkeits-Probleme der Bahn. Das belegt die seit 2021 jährlich durchgeführte HUK-Mobilitätsstudie. Laut der diesjährigen Befragung von 4114 Bürgern ab 16 Jahren (repräsentativ nach Alter und Geschlecht) versucht jeder Dritte inzwischen, „Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden“ (35 Prozent). Und mehr als jeder Vierte macht „wichtige Termine grundsätzlich nicht mehr mit der Bahn“ (26 Prozent) oder plant Bahnfahrten „nur mit deutlich größerem Zeit-Puffer als noch vor etwa zwei Jahren“ (28 Prozent).

Junge Menschen zeigen sich im Netz oft glücklicher, als sie sind

Ob beim Chatten, in sozialen Medien oder in Kommentaren: Gerade junge Menschen zeigen sich im Netz oft glücklicher, als sie sich im echten Leben fühlen. Ein Viertel der 16- bis 29-Jährigen (25 Prozent) gibt offen zu, sich in der digitalen Welt glücklicher darzustellen als in der Realität. Zugleich ist es für mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe (53 Prozent) insgesamt wichtig, online einen positiven Gesamteindruck zu vermitteln.