Alle Artikel in: Gesellschaft

Verbände fordern Nachtfahrverbot für Mähroboter

Mähroboter stellen für Igel, aber auch für Reptilien und Amphibien eine erhebliche Gefahr dar. Die Geräte erkennen die Tiere nur unzureichend und verletzen sie zum Teil schwer. Zwölf Tier-, Natur- und Artenschutzorganisationen haben sich deshalb mit einem offenen Brief an den zuständigen Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gewandt: Sie fordern ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter. Dies hatte kürzlich auch der Städtetag gefordert.

Fast jeder zweite Erwerbstätige nutzt KI im Job

Eine Umfrage des TÜV-Verbands zeigt: Die berufliche Nutzung Künstlicher Intelligenz gewinnt stark an Bedeutung. Vier von fünf suchen mit Hilfe von KI nach Informationen, fast jeder zweite erstellt Texte und jeder zehnte programmiert. Beschäftigte nutzen die Technologie häufig ohne klare Vorgaben und ohne ausreichende Qualifikation.

Mülltrennung: Infos über Sinn und Zweck erhöhen die Sortier-Bereitschaft

Motivation entsteht, wenn Menschen wissen, warum sie etwas tun sollen. Mit diesem Ansatz gelang es einem Forschungsteam der Universität Hohenheim in Stuttgart, die Fehlerquote bei der Mülltrennung um 70 Prozent zu reduzieren. In der aktuellen Studie erhielten zufällig ausgewählte Haushalte einen Informationsflyer zur Abfalltrennung. Dieser enthielt bewusst keine Anleitung zum korrekten Sortieren, sondern erklärte verständlich, welche Auswirkungen falsch getrennte Abfälle auf die Umwelt haben. Die Ergebnisse wurden Mitte März 2026 im Fachjournal Journal of Environmental Management veröffentlicht.

Heilsarmee fordert flexible Notunterkünfte in den Städten

Die Heilsarmee Deutschland, Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W), weist angesichts aktueller Zahlen zur Kältehilfe auf dringenden Handlungsbedarf hin. „Wir müssen uns von den saisonalen Grenzen der Kältehilfe verabschieden“, sagt Alexandros Schmachtel, Direktor Programm Soziales von der Heilsarmee und unterstützt damit die Forderungen der BAG W. Denn trotz Kälte schließen in vielen Städten zum 1. April die zusätzlichen Notunterkünfte, welche die Kommunen im Winter für Obdachlose bereitstellen.

Mehr Kinder und Jugendliche mit Autismus

Immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland erhalten die Diagnose Autismus. Das zeigt eine aktuelle Datenanalyse der hkk Krankenkasse: Im Jahr 2024 lag die Betroffenenquote von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) bei den 0- bis 24-Jährigen bei 1,0 Prozent. Damit zeigt sich im Vergleich zu den Vorjahren ein moderater, aber kontinuierlicher Anstieg: 2023 lag die Prävalenz noch bei 0,9 Prozent, 2022 bei 0,8 Prozent.

49 Minuten im Eiswasser: Kerstin Kuntze gelingt mit 60 eine Sensation

Fast 49 Minuten in Wasser nahe dem Gefrierpunkt zu überleben, bringt den menschlichen Körper an seine absolute Grenze. Kerstin Kuntze ist in dieser Zeit 1.710 Meter geschwommen. Am 15. März schwamm die Künstlerin und Eisschwimmerin im Achensee in Österreich die Ice Mile. Der Gletschersee zeigte sich an diesem Tag rau. Hohe Wellen, stürmischer Wind, eisige Kälte. Sie wurde vom Boot der Wasserrettung ans gegenüberliegende Ufer gebracht und schwamm von dort quer über den See in Richtung Pertisau.

Maßnahmen zur Vermeidung von Haft erreichen vulnerable Menschen oft nicht

Jede dritte Person, die zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, gelangt in Haft. Während zwei Drittel der Menschen ihre Geldstrafe bezahlen, tilgt ein Drittel zumindest teilweise in Ersatzfreiheitsstrafe. Bisher hatte man dagegen angenommen, dass nur etwa eine von zehn Verurteilungen zu einer Geldstrafe in einen Haftaufenthalt mündet. Von den Menschen, die wegen Fahrens ohne gültiges Ticket zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, tilgt sogar die Hälfte die Strafe in Haft. Eine Vermeidung der Haft durch das Ableisten gemeinnütziger Arbeit gelingt nur etwa in zwei von einhundert Fällen, in denen eine Geldstrafe verhängt wurde.

Wie Hunde unser Raumklima verändern

Unsichtbar und doch allgegenwärtig ist die Luft, die wir in Innenräumen atmen. Sie prägt maßgeblich unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden, denn sie ist weit mehr als gefilterte Außenluft: Raumluft hat ihre eigene chemische Identität, die sich aus einer einzigartigen Kombination aus Partikeln, Gasen und Mikroorganismen zusammensetzt. Welche Bestandteile dominieren, hängt selbst in gut gelüfteten Räumen davon ab, wer sich dort aufhält, was getan wird und welche Gegenstände vorhanden sind. Da die Einflüsse auf Raumluft vielfältig sind, kann die Konzentration mancher Schadstoffe genauso hoch oder sogar höher sein als im Freien, insbesondere bei alltäglichen Aktivitäten wie Kochen oder Putzen.