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HUK-Mobilitätsstudie 2026

Die Bundesbürger reagieren inzwischen massiv auf die Zuverlässigkeits-Probleme der Bahn. Das belegt die seit 2021 jährlich durchgeführte HUK-Mobilitätsstudie. Laut der diesjährigen Befragung von 4114 Bürgern ab 16 Jahren (repräsentativ nach Alter und Geschlecht) versucht jeder Dritte inzwischen, „Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden“ (35 Prozent). Und mehr als jeder Vierte macht „wichtige Termine grundsätzlich nicht mehr mit der Bahn“ (26 Prozent) oder plant Bahnfahrten „nur mit deutlich größerem Zeit-Puffer als noch vor etwa zwei Jahren“ (28 Prozent).

Männer haben weniger Kinder als Frauen

Bis auf wenige Ausnahmen sinken die Geburtenraten weltweit. Was bedeutet das? Die Fertilitätsrate eines Jahres beschreibt, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich bekäme, wenn die Geburtenraten dieses Jahres über ihr gesamtes gebärfähiges Alter (15 bis 49 Jahre) bestehen blieben. Frauen bekommen also weniger Kinder. Doch wie viele Kinder haben Männer im Laufe ihres Lebens? Wie unterscheidet sich die Geburtenrate von Männern von der von Frauen? Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für demografische Forschung, der United Nations Population Division, sowie der Universität Oslo haben untersucht, wie sich geschlechtsspezifische Unterschiede in der Fertilität, z. B. bei der Gesamtfertilitätsrate, weltweit im Laufe der Zeit entwickelt haben und entwickeln werden.

Anteil leicht gestiegen: 25 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2025 im Homeoffice

Aktuell gilt vermehrtes Arbeiten im Homeoffice angesichts der weltweiten Ölknappheit und der gestiegenen Kraftstoffpreise auch als Möglichkeit zum Spritsparen. Im Jahr 2025 waren 25 Prozent aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit war der Anteil etwas höher als im Jahr 2024 mit 24 Prozent und im Jahr 2023 mit 23 Prozent. Im letzten Jahr hat der Anteil der Erwerbstätigen mit Homeoffice-Anteil somit wieder das Niveau des Corona-Jahrs 2021 erreicht. Wie stark sich das Arbeiten von zuhause aus inzwischen etabliert hat, zeigt der Vergleich mit dem Vor-Corona-Niveau: 2019 hatten lediglich 13 Prozent der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice gearbeitet.

Deutscher Fitnessmarkt wächst trotz schwächelnder Wirtschaft

Die deutsche Fitnessbranche verzeichnet trotz wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein Rekordjahr in allen Bereichen. Mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Euro (netto), einem Anstieg von 7,4 Prozent, hat die Branche ihr Wachstum von 2024 übertroffen (5,8 Mrd. Euro, + 7 Prozent), wie die aktuelle Studie „Der deutsche Fitnessmarkt“ von Deloitte zeigt. Ende vergangenen Jahres trainierten 12,4 Millionen Mitglieder in Fitnesseinrichtungen (2024: 11,7 Mio., + 5,6 Prozent), weitere 1,5 Millionen Menschen nutzten Fitness-Plattformen, sogenannte Aggregatoren. Insgesamt standen den Trainierenden 9.647 Fitnessanlagen zur Verfügung.

Junge Menschen zeigen sich im Netz oft glücklicher, als sie sind

Ob beim Chatten, in sozialen Medien oder in Kommentaren: Gerade junge Menschen zeigen sich im Netz oft glücklicher, als sie sich im echten Leben fühlen. Ein Viertel der 16- bis 29-Jährigen (25 Prozent) gibt offen zu, sich in der digitalen Welt glücklicher darzustellen als in der Realität. Zugleich ist es für mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe (53 Prozent) insgesamt wichtig, online einen positiven Gesamteindruck zu vermitteln.

Machtvakuum behindert Kampf gegen „Geisterausrüstung“ in der Ostsee

Schätzungen zufolge gehen jedes Jahr fast zwei Prozent aller Fanggeräte weltweit verloren, was erheblich zur Plastikverschmutzung der Meere beiträgt. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Fischerei für etwa 18 Prozent der Plastikverschmutzung in den Ozeanen verantwortlich ist. Die im Meer schwimmende Ausrüstung „fischt“ oft noch jahrelang weiter: Fische, Seevögel und Meeressäuger verfangen sich darin und verhungern oder ertrinken.

Flüsse als unterschätzte Quelle von Treibhausgasen

Flüsse sind Lebensraum, Wasserquelle und prägen ganze Kulturräume. Entsprechend negativ sind die Folgen vor Ort, wenn Landwirtschaft und Industrie Flusssysteme belasten. „Flüsse beeinflussen zudem maßgeblich das globale Klimasystem“, sagt Dr. Ralf Kiese vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMKIFU), dem Campus Alpin des KIT in Garmisch-Partenkirchen. „Wir beobachten zunehmend, dass Flüsse zu einer signifikanten Quelle für Treibhausgase werden.“ Ursache sind vor allem mikrobielle biogeochemische Prozesse: Gelangen organischer Kohlenstoff und Nährstoffe aus der Landwirtschaft oder aus Abwässern in Flüsse, werden sie dort in Kohlendioxid, Lachgas und Methan umgesetzt – Treibhausgase, die dann in der Atmosphäre ihre Wirkung entfalten.

Beschäftigte Ü50 profitieren deutlich seltener von Weiterbildung

Weiterbildung ist für viele Unternehmen ein wichtiges Instrument, um neue Fähigkeiten aufzubauen und Mitarbeitende zu binden. Die Randstad-ifo-HR-Befragung für das 1. Quartal 2026 zeigt jedoch: Beschäftigte über 50 nehmen deutlich seltener an Weiterbildungen teil als jüngere Kolleg:innen. Damit steht ausgerechnet eine wachsende Beschäftigtengruppe, die angesichts eines Arbeitskräftemangels immer wichtiger wird, seltener im Fokus der Qualifizierung.

Echtzeitprognose von epileptischen Anfällen durch künstliche Intelligenz und Wearables

Durch eine kostengünstige und zuverlässige Echtzeitprognose das Leben von Menschen mit Epilepsie verbessern – das ist ein Ziel von Wissenschaftler*innen an der Universität Paderborn. Zwar gibt es bereits Notfallmedikamente und Sicherheitsvorkehrungen, deren Anwendung wird durch die Unvorhersehbarkeit epileptischer Anfälle allerdings erschwert. Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger, Neurologe und Leiter des Sportmedizinischen Instituts, und Dr.-Ing. Tanuj Hasija vom Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik arbeiten deshalb bereits seit einigen Jahren an einem neuartigen System für ein am Handgelenk getragenes Gerät, ein sogenanntes Wearable, das Anfallsprognosen in Echtzeit abgibt. Für ihr Vorhaben wurden die Wissenschaftler 2023 mit dem Forschungspreis der Universität Paderborn ausgezeichnet. Mit den Fördermitteln konnten sie u. a. bereits einen ersten Prototyp erstellen, den die Wissenschaftler nun bei einem Vortrag im Rathaus Paderborn der Öffentlichkeit präsentiert haben.

Arbeit für rund 2 Dollar pro Stunde: Humanoide Roboter als nächste Billionen-Dollar-Industrie

Humanoide Roboter stehen vor dem Sprung aus der Prototypenphase in die industrielle Skalierung. Die aktuelle Roland Berger Studie Humanoid Robots 2026 – The Convergence Moment for a New Market zeigt: Durch Fortschritte bei KI und Robotik-Hardware könnten humanoide Systeme perspektivisch zu Betriebskosten von rund zwei US-Dollar pro Stunde arbeiten. Damit wären sie in Hochlohnländern wie Deutschland ein entscheidender Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, neue Industrien entstehen zu lassen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.