Alle Artikel mit dem Schlagwort: Studie

Soziales Miteinander in Deutschland wird schlechter

Das soziale Miteinander in Deutschland wird immer schlechter. Mehr als drei Viertel der Menschen sehen in den vergangenen drei Jahren eine negative Entwicklung beim gesellschaftlichen Zusammenhalt. Von ihnen erleben 86 Prozent häufiger Respektlosigkeit, Beleidigungen und Aggressivität. Das sind neun Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Insgesamt bewerten 67 Prozent der Befragten das soziale Miteinander als schlecht oder sehr schlecht. Als Reaktion auf diese Entwicklung setzt die DAK-Gesundheit ihren Wettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Karin Prien auch 2026 fort. Bereits im sechsten Jahr werden beispielhafte Gemeinschafts-Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Prävention und Pflege gesucht.

HUK-Mobilitätsstudie 2026

Die Bundesbürger reagieren inzwischen massiv auf die Zuverlässigkeits-Probleme der Bahn. Das belegt die seit 2021 jährlich durchgeführte HUK-Mobilitätsstudie. Laut der diesjährigen Befragung von 4114 Bürgern ab 16 Jahren (repräsentativ nach Alter und Geschlecht) versucht jeder Dritte inzwischen, „Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden“ (35 Prozent). Und mehr als jeder Vierte macht „wichtige Termine grundsätzlich nicht mehr mit der Bahn“ (26 Prozent) oder plant Bahnfahrten „nur mit deutlich größerem Zeit-Puffer als noch vor etwa zwei Jahren“ (28 Prozent).

Männer haben weniger Kinder als Frauen

Bis auf wenige Ausnahmen sinken die Geburtenraten weltweit. Was bedeutet das? Die Fertilitätsrate eines Jahres beschreibt, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich bekäme, wenn die Geburtenraten dieses Jahres über ihr gesamtes gebärfähiges Alter (15 bis 49 Jahre) bestehen blieben. Frauen bekommen also weniger Kinder. Doch wie viele Kinder haben Männer im Laufe ihres Lebens? Wie unterscheidet sich die Geburtenrate von Männern von der von Frauen? Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für demografische Forschung, der United Nations Population Division, sowie der Universität Oslo haben untersucht, wie sich geschlechtsspezifische Unterschiede in der Fertilität, z. B. bei der Gesamtfertilitätsrate, weltweit im Laufe der Zeit entwickelt haben und entwickeln werden.

Anteil leicht gestiegen: 25 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2025 im Homeoffice

Aktuell gilt vermehrtes Arbeiten im Homeoffice angesichts der weltweiten Ölknappheit und der gestiegenen Kraftstoffpreise auch als Möglichkeit zum Spritsparen. Im Jahr 2025 waren 25 Prozent aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit war der Anteil etwas höher als im Jahr 2024 mit 24 Prozent und im Jahr 2023 mit 23 Prozent. Im letzten Jahr hat der Anteil der Erwerbstätigen mit Homeoffice-Anteil somit wieder das Niveau des Corona-Jahrs 2021 erreicht. Wie stark sich das Arbeiten von zuhause aus inzwischen etabliert hat, zeigt der Vergleich mit dem Vor-Corona-Niveau: 2019 hatten lediglich 13 Prozent der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice gearbeitet.

Deutscher Fitnessmarkt wächst trotz schwächelnder Wirtschaft

Die deutsche Fitnessbranche verzeichnet trotz wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein Rekordjahr in allen Bereichen. Mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Euro (netto), einem Anstieg von 7,4 Prozent, hat die Branche ihr Wachstum von 2024 übertroffen (5,8 Mrd. Euro, + 7 Prozent), wie die aktuelle Studie „Der deutsche Fitnessmarkt“ von Deloitte zeigt. Ende vergangenen Jahres trainierten 12,4 Millionen Mitglieder in Fitnesseinrichtungen (2024: 11,7 Mio., + 5,6 Prozent), weitere 1,5 Millionen Menschen nutzten Fitness-Plattformen, sogenannte Aggregatoren. Insgesamt standen den Trainierenden 9.647 Fitnessanlagen zur Verfügung.

Machtvakuum behindert Kampf gegen „Geisterausrüstung“ in der Ostsee

Schätzungen zufolge gehen jedes Jahr fast zwei Prozent aller Fanggeräte weltweit verloren, was erheblich zur Plastikverschmutzung der Meere beiträgt. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Fischerei für etwa 18 Prozent der Plastikverschmutzung in den Ozeanen verantwortlich ist. Die im Meer schwimmende Ausrüstung „fischt“ oft noch jahrelang weiter: Fische, Seevögel und Meeressäuger verfangen sich darin und verhungern oder ertrinken.

Arbeit für rund 2 Dollar pro Stunde: Humanoide Roboter als nächste Billionen-Dollar-Industrie

Humanoide Roboter stehen vor dem Sprung aus der Prototypenphase in die industrielle Skalierung. Die aktuelle Roland Berger Studie Humanoid Robots 2026 – The Convergence Moment for a New Market zeigt: Durch Fortschritte bei KI und Robotik-Hardware könnten humanoide Systeme perspektivisch zu Betriebskosten von rund zwei US-Dollar pro Stunde arbeiten. Damit wären sie in Hochlohnländern wie Deutschland ein entscheidender Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, neue Industrien entstehen zu lassen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Ausbildungsabbrüche führen bei Jugendlichen aus benachteiligten Familien zu einem Einkommensverlust von 45 Prozent

Ausbildungsabbrüche haben im Schnitt erhebliche Einkommensverluste zur Folge. Jugendliche, die ihre Ausbildung aufgrund einer anderen attraktiven Ausbildung oder Beschäftigung abbrechen, erzielen in den zehn Jahren nach Abbruch im Durchschnitt etwa die Hälfte des Einkommens vergleichbarer Absolventinnen und Absolventen. Diese Einkommensverluste sind sozial stark ungleich verteilt. Das zeigt eine Untersuchung von Forschenden des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der Universitäten Bamberg und Bielefeld und des Schwedischen Instituts für Sozialforschung.

Social-Media-Konsum gefährdet psychische Gesundheit und Bildungserfolg von Kindern

Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) warnt vor den weitreichenden negativen Folgen einer übermäßigen Nutzung digitaler Medien. Die Daten zeigen einen besorgniserregenden Zusammenhang zwischen intensiver Social-Media-Nutzung, sinkenden PISA-Werten und einer Zunahme psychischer Belastungen bei Schülern.

Fast jeder zweite Erwerbstätige nutzt KI im Job

Eine Umfrage des TÜV-Verbands zeigt: Die berufliche Nutzung Künstlicher Intelligenz gewinnt stark an Bedeutung. Vier von fünf suchen mit Hilfe von KI nach Informationen, fast jeder zweite erstellt Texte und jeder zehnte programmiert. Beschäftigte nutzen die Technologie häufig ohne klare Vorgaben und ohne ausreichende Qualifikation.