|
KI-Note
Diese Schulnote für die Güte der PM wurde in einem automatischen KI-Gutachtenverfahren ermittelt.
1,6
|
BLIX
Dieser Wert gibt an, wie verständlich der Text formuliert ist. Pressetexte sollten unter 30, besser noch unter 20 liegen.
18,5
|
Schuljahre
Dieser Wert gibt an, wie viele Schuljahre jemand benötigt, um den Text leicht zu verstehen (gut für PM: 5-10).
8
|
|
Herausgeber der PM
SOS-Kinderdörfer
Ridlerstraße 55
80339 München |
Pressekontakt
person Boris Breyer
call +49 160 - 984 723 45 language https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/presse |
Link zur Original-PM
|
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen spricht sich für mehr gesellschaftliche Verantwortung großer Vermögen und eine stärkere Besteuerung hoher Erbschaften aus. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit hervor, für die im Februar 2026 bundesweit 1.622 Menschen befragt wurden. Demnach finden 80 Prozent, dass Vermögende mehr Verantwortung tragen sollten, 71 Prozent befürworten höhere Steuern auf sehr große Erbschaften. Die Zustimmung zieht sich durch alle Alters-, Bildungs- und Einkommensgruppen.
Zugleich wächst die Bereitschaft, Vermögen für gemeinnützige Zwecke einzusetzen. 73 Prozent wünschen sich mehr staatliche Förderung dafür – ebenso viele wären bereit, selbst auf einen Teil ihres Erbes zu verzichten. Besonders hoch ist die Zustimmung bei Menschen mit geringerem Einkommen.
Auch die Akzeptanz von Testamentsspenden steigt: Seit 2024 legte sie um sechs Prozentpunkte zu. „Die Deutschen sind sich einig: Vermögen verpflichtet“, sagte Petra Sorge-Booms von den SOS-Kinderdörfern weltweit. Die wichtigsten Gründe für Spenden sind familiär geprägt, steuerliche Anreize spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.
Die Deutschen haben eine klare Haltung zu Vermögen: 80 Prozent sind der Meinung, dass Menschen mit großem Vermögen eine größere Verantwortung für die Gesellschaft und kommende Generationen tragen. 71 Prozent sprechen sich dafür aus, sehr große Erbschaften stärker zu besteuern als bisher. Bemerkenswert ist bei beiden Befunden der breite Konsens: Die Zustimmung erreicht in allen Alters-, Bildungs- und Einkommensgruppen deutliche Mehrheiten. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung, die im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit durchgeführt wurde.
73 Prozent wünschen sich, dass der Staat den gemeinnützigen Einsatz von Vermögen stärker fördert – und ebenso viele wären bereit, für diesen Zweck auf einen Teil ihres Erbes zu verzichten. Besonders offen sind Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2.500 Euro: 49 Prozent von ihnen würden „auf jeden Fall“ unterstützen, wenn ihre Eltern einen Teil des Nachlasses an einen guten Zweck vererben, auch wenn sie selbst dadurch weniger erben würden. Bei Einkommen ab 4.000 Euro sagen das nur 35 Prozent.
Seit 2024 ist die Zustimmung zur gemeinnützigen Nachlassspende um 6 Prozentpunkte gestiegen (von 67 auf 73 Prozent). Besonders die Generation 50+ hat aufgeholt: Ihr Anteil ist in drei Jahren von 56 auf 72 Prozent gestiegen und liegt damit fast auf dem Niveau der Jüngeren (18- bis 34-Jährige = 76 Prozent).
Die wichtigsten Auslöser für eine eigene Testamentsspende sind familiär: 64 Prozent würden spenden, wenn keine direkten Erben vorhanden sind, 54 Prozent, wenn Angehörige finanziell gut abgesichert sind. 37 Prozent geben an, dass eine inspirierende Begegnung mit einer Organisation ihre Entscheidung beeinflussen könnte. Die Steuerbefreiung von Testamentsspenden an gemeinnützige Organisationen hat dagegen kaum Einfluss: Nur 18 Prozent der Befragten sehen darin einen großen oder sehr großen Einfluss auf ihre Spendenentscheidung.
Petra Sorge-Booms, Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit: „Die Deutschen sind sich einig: Vermögen verpflichtet – und sie wollen mehr Gerechtigkeit beim Erben. Die Bereitschaft, selbst gemeinnützig zu vererben oder auf einen Teil des Erbes für den guten Zweck zu verzichten, wächst von Jahr zu Jahr über alle Generationen hinweg. Jetzt brauchen wir auch politischen Willen: Wer den gemeinnützigen Einsatz von Vermögen fördern will, sollte deshalb Rahmenbedingungen schaffen, die es Menschen leichter machen, gemeinnützig zu vererben.“
Im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit hat das Sozialforschungsinstitut forsa im Februar 2026 eine bundesweite Befragung zum Thema Vermögen und gemeinnütziges Vererben durchgeführt. Im Rahmen eines repräsentativen Panels wurden insgesamt 1.622 zufällig ausgewählte deutschsprachige Personen ab 18 Jahren befragt. Die Frage zur Akzeptanz einer gemeinnützigen Nachlassspende der Eltern wurde zum dritten Mal in Folge gestellt (2024, 2025, 2026).
Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind eine unabhängige, nichtstaatliche und überkonfessionelle Kinderrechtsorganisation, die seit 75 Jahren aktiv ist. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, verlassenen und notleidenden Kindern Sicherheit und Schutz zu schenken – und sie in eine bessere Zukunft zu begleiten. Global finden elternlose und verlassene Kinder in SOS-Kinderdörfern ein neues Zuhause und erhalten in über 2.880 Programmen Unterstützung. So erreicht die Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit jährlich 2,5 Millionen Menschen.
