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1,6
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BLIX
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17,7
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Schuljahre
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8
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Herausgeber der PM
Universität Hohenheim
Schloss Hohenheim 1
70599 Stuttgart |
Pressekontakt
person Florian Klebs
call +49 711 4592 2001 language https://www.uni-hohenheim.de/stabsstelle-presse |
Link zur Original-PM
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Ein Forschungsteam der Universität Hohenheim in Stuttgart hat die Fehlerquote bei der Mülltrennung in Haushalten in einem Experiment um über zwei Drittel gesenkt. Dafür erhielten zufällig ausgewählte Haushalte einen Flyer, der die Folgen falsch getrennter Abfälle für Umwelt und Gesellschaft verständlich darstellte. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Journal of Environmental Management veröffentlicht. Sie sind relevant, weil bessere Mülltrennung die Recyclingquoten erhöhen könnte.
An der Studie nahmen 102 Stuttgarter Haushalte teil, die in zwei Erhebungszeiträumen von jeweils sieben Tagen begleitet wurden. Nach der ersten Woche bekam etwa die Hälfte der Teilnehmenden den Flyer. Untersucht wurden Restmüll, Bioabfall und Plastik; nach jeder Müllabfuhr werteten die Forschenden die Abfälle im Labor aus.
„Schlüssel für eine bessere Mülltrennung ist, der Bevölkerung die direkten Vorteile für Gesellschaft und Umwelt vor Augen zu führen“, sagte Erstautorin Eva Pawelczyk. Bei den Haushalten mit Flyer sank die Zahl der Sortierfehler von durchschnittlich 45,5 auf 13,8 pro Haushalt. „Das ist ein Rückgang von rund 70 Prozent“, bilanziert die Junior-Professorin.
Motivation entsteht, wenn Menschen wissen, warum sie etwas tun sollen. Mit diesem Ansatz gelang es einem Forschungsteam der Universität Hohenheim in Stuttgart, die Fehlerquote bei der Mülltrennung um 70 Prozent zu reduzieren. In der aktuellen Studie erhielten zufällig ausgewählte Haushalte einen Informationsflyer zur Abfalltrennung. Dieser enthielt bewusst keine Anleitung zum korrekten Sortieren, sondern erklärte verständlich, welche Auswirkungen falsch getrennte Abfälle auf die Umwelt haben. Die Ergebnisse wurden Mitte März 2026 im Fachjournal Journal of Environmental Management veröffentlicht.
Jedes Jahr entstehen mehr als zwei Milliarden Tonnen Müll weltweit – so das United Nations Environmental Programme. Und die Zahl wird voraussichtlich noch weiter wachsen. Umso wichtiger ist es, so viel als möglich davon effektiv zu recyclen. Die Recyclingraten speziell in Deutschland könnten wesentlich höher sein, wenn Haushaltsmüll besser getrennt würde, weiß Eva Pawelczyk, Doktorandin am Fachgebiet „Verbraucherverhalten in der Bioökonomie“ der Universität Hohenheim. Als Erstautorin einer aktuellen Studie zum Thema kennt sie auch einen möglichen Ansatz.
„Schlüssel für eine bessere Mülltrennung ist, der Bevölkerung die direkten Vorteile für Gesellschaft und Umwelt vor Augen zu führen“, sagt Pawelczyk. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass bereits einfache und kostengünstige Informationsmaßnahmen einen spürbaren Unterschied machen können“, erklärt Jun.-Prof. Dr. Ramona Weinrich, Leiterin des Fachgebiets Verbraucherverhalten in der Bioökonomie.
Für ihre Studie begleiteten die Forschungsteam insgesamt 102 Stuttgarter Haushalte in zwei Erhebungszeiträumen von je sieben Tagen in einem Feldexperiment. Nur rund die Hälfte der Haushalte erhielt nach einer Woche einen Informationsflyer. Dieser Flyer verzichtete bewusst auf eine Anleitung zur Mülltrennung. Stattdessen erklärte er verständlich, warum Abfalltrennung wichtig ist: Zum Beispiel, dass Recycling von Plastikprodukten Energie spart und den CO2-Ausstoß reduziert. Oder dass korrekt getrennte Bioabfälle zu wertvollem Kompost werden, der den Boden nährt und zur Reduzierung von Treibhausgasen beiträgt. Alle Teilnehmenden sammelten ihre Abfälle in drei getrennten Kategorien: Restmüll, Bioabfall und Plastik. Nach jeder Müllabfuhr analysierten die Forschenden diese Abfälle im Labor und erfassten dabei systematisch falsch getrennten Müll.
„Im ersten Erhebungszeitraum haben wir insgesamt 3.791 Sortierfehler dokumentiert“, erklärt Studienleiterin Pawelczyk. „Besonders häufig traten Fehlwürfe im Restmüll auf. Das zeigt, dass selbst in Regionen mit gut funktionierenden Recyclingstrukturen in vielen Haushalten Probleme mit der korrekten Mülltrennung gibt.“ In der zweiten Woche zeigte der Flyer einen deutlichen Effekt. Bei den Haushalten ohne Flyer hatte sich die Zahl der falsch getrennten Abfälle kaum verändert. Bei den Haushalten, die einen Informationsflyer erhielten, sank sie dagegen deutlich: von durchschnittlich 45,5 auf 13,8 Fehler pro Haushalt. „Das ist ein Rückgang von rund 70%“, bilanziert Pawelczyk. „Die Studie zeigt: gezielte Aufklärung über die Folgen falscher Mülltrennung kann Haushalte dazu motivieren, besser zu sortieren und so die Recyclingquoten zu verbessern“, ergänzt Jun.-Prof. Dr. Weinrich.
