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Gender Education Gap 2024: Frauen machen häufiger höhere Schulabschlüsse

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Herausgeber der PM
Statistisches Bundesamt
Gustav-Stresemann-Ring 11
65189 Wiesbaden
Pressekontakt
person Florian Burg
call +49 611 75 3444
language https://www.destatis.de/DE/Presse/_inhalt.html
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Junge Frauen schneiden in Schule und Studium häufiger besser ab

Junge Frauen erreichen in Deutschland häufiger höhere Schulabschlüsse und schließen ein Studium öfter in vergleichsweise kurzer Zeit ab als junge Männer. Von den 258.300 Absolventinnen und Absolventen mit Abitur an allgemeinbildenden Schulen waren 2024 nach Angaben des Statistischen Bundesamts 55 Prozent weiblich und 45 Prozent männlich. Beim Ersten Schulabschluss war das Verhältnis umgekehrt: 59 Prozent der 133.100 Absolvierenden waren Männer. „Je geringer der formale Schulabschluss, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um“, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Auch bei Klassenwiederholungen und beim frühen Ausscheiden aus dem Bildungssystem waren junge Männer häufiger vertreten. Im Schuljahr 2024/2025 waren 56 Prozent der 148.100 Schülerinnen und Schüler, die eine Klasse wiederholten, männlich. 2025 hatten zudem 15 Prozent der 18- bis 24-jährigen Männer ohne Berufsausbildung höchstens einen Ersten oder Mittleren Schulabschluss und befanden sich weder in Aus- noch Weiterbildung; bei den Frauen waren es 11 Prozent. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil bei beiden Geschlechtern jeweils 10 Prozent betragen.

An Hochschulen setzte sich der Unterschied fort. Von den Studienanfängerinnen des Jahres 2020 schlossen 34 Prozent ihr Bachelorstudium innerhalb von acht Semestern ab, bei den Männern waren es 25 Prozent. Beim Master lagen die Quoten nach sechs Semestern bei 53 beziehungsweise 48 Prozent. Von den 2018 gestarteten Studierenden in Staatsexamensstudiengängen erreichten 35 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer innerhalb von zwölf Semestern den Abschluss.


Bei schulischer und beruflicher Bildung schneiden junge Frauen oft besser ab als junge Männer. Dieser Gender Education Gap zeigt sich unter anderem bei Schulabschlüssen und bei Abschlussquoten an Hochschulen. Im Abgangsjahr 2024 waren unter den 258.300 Absolvierenden mit Allgemeiner Hochschulreife an allgemeinbildenden Schulen 55 Prozent Frauen und 45 Prozent Männer, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Je geringer der formale Schulabschluss, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um: Unter den 133.100 Absolvierenden mit Erstem Schulabschluss waren 59 Prozent Männer und 41 Prozent Frauen. Der Erste Schulabschluss ist ein allgemeinbildender Abschluss der Sekundarstufe I, der üblicherweise am Ende der 9. Klasse erworben werden kann. Einen Mittleren Schulabschluss machten 344.200 Absolvierende allgemeinbildender Schulen, darunter 51 Prozent Männer und 49 Prozent Frauen. Dieser Abschluss wird üblicherweise am Ende der 10. Klasse in der Sekundarstufe I erworben.

Auch bei den Wiederholerinnen und Wiederholern zeigt sich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern. Im Schuljahr 2024/2025 wiederholten 148 100 Schülerinnen und Schüler eine Klassenstufe, 56 Prozent davon waren männlich und 44 Prozent weiblich.

Junge Männer neigen eher dazu, vergleichsweise früh von der Schule abzugehen und auch im Anschluss nicht in eine Aus- oder Weiterbildung zu starten. Im Jahr 2025 hatten 15 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung maximal einen Ersten oder Mittleren Schulabschluss und waren nicht in Aus- oder Weiterbildung. Unter Frauen im selben Alter traf dies auf 11 Prozent zu. Die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern ist in den letzten Jahren größer geworden: Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil unter Frauen und Männern bei je 10 Prozent gelegen. Diese Entwicklung lässt sich teilweise auf den gestiegenen Anteil der ausländischen Bevölkerung in dieser Altersgruppe zurückführen, der von 12 Prozent auf 17 Prozent angestiegen ist. Junge Menschen dieser Bevölkerungsgruppe sind häufiger nicht in Schul-, Aus- oder Weiterbildung. Im Jahr 2025 hatte gut ein Drittel (34 Prozent) der ausländischen jungen Männer keine abgeschlossene Berufsausbildung, maximal einen Ersten oder Mittleren Schulabschluss und befand sich nicht in Aus- oder Weiterbildung. Zehn Jahre zuvor traf dies noch auf knapp ein Viertel (24 Prozent) zu. Unter den ausländischen Frauen in der Altersgruppe ist der Anteil niedriger und im selben Zeitraum moderater gestiegen: von 22 Prozent auf 26 Prozent.

Studentinnen schließen ihr Bachelorstudium häufiger erfolgreich innerhalb von acht Semestern ab als Studenten. Gut ein Drittel (34 Prozent) der Studienanfängerinnen mit Beginn des Studiums im Jahr 2020 schlossen ihr Bachelorstudium nach acht Semestern ab. Bei Männern lag die Abschlussquote bei einem Viertel (25 Prozent). Auch bei den Masterstudiengängen lag die Abschlussquote der Studienanfängerinnen von 2020 mit 53 Prozent nach sechs Semestern über der ihrer männlichen Kommilitonen (48 Prozent), der Abstand zwischen Frauen und Männern war aber geringer als bei den Bachelorstudiengängen.

Bei Studiengängen mit Staatsexamen war die Abschlussquote unter Frauen ebenfalls höher als bei Männern. Aufgrund der längeren Regelstudienzeit werden hier erfolgreiche Abschlüsse nach zwölf Semestern betrachtet. 35 Prozent der Studentinnen, die 2018 ihr Studium begannen, erlangten innerhalb von zwölf Semestern ihr Staatsexamen. Bei Männern waren es 24 Prozent.

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