Gesellschaft, Freizeit
Schreibe einen Kommentar

Fehlende Techniken als Risiko im Straßenverkehr: Vier von zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren

KI-Note Diese Schulnote für die Güte der PM wurde in einem automatischen KI-Gutachtenverfahren ermittelt.
1,6
BLIX Dieser Wert gibt an, wie verständlich der Text formuliert ist. Pressetexte sollten unter 30, besser noch unter 20 liegen.
15,7
Schuljahre Dieser Wert gibt an, wie viele Schuljahre jemand benötigt, um den Text leicht zu verstehen (gut für PM: 5-10).
7
Herausgeber der PM
ADAC Stiftung
Hansastr. 19
80686 München
Pressekontakt
person Paul Polyfka
call +49 171 5550500
language www.stiftung.adac.de
Link zur Original-PM
Viele Kinder beherrschen wichtige Fahrradtechniken nicht sicher

Fast alle Kinder in Deutschland zwischen vier und zwölf Jahren können Fahrrad fahren. Dennoch fehlen vielen grundlegende Fähigkeiten für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr. Das geht aus einer Elternumfrage der ADAC Stiftung hervor. Demnach beherrschen 38 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen keinen Schulterblick, können nicht sicher einhändig fahren und deshalb auch keine eindeutigen Handzeichen geben. Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen liegt dieser Anteil trotz abgeschlossener schulischer Radfahrausbildung noch bei mehr als 20 Prozent.

Nach Ansicht der befragten Eltern sollten Kinder diese Fertigkeiten spätestens bis zum Ende der dritten Klasse erlernen. Mehr als die Hälfte der Eltern sieht sich selbst in der Hauptverantwortung, Kindern sicheres Verhalten im Straßenverkehr beizubringen. Weitere 36 Prozent teilen diese Aufgabe mit der Schule. „Radfahren ist für Kinder mehr als Fortbewegung. Es ist ein Stück Selbstständigkeit und eine wichtige Etappe auf dem Weg, sich sicher in der eigenen Umgebung zu bewegen. Dafür brauchen Kinder Übung und Vorbilder, und die finden sie zuerst bei den eigenen Eltern“, sagt Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung.

Die Umfrage ergänzt frühere Erkenntnisse der Stiftung, wonach Lehrkräfte bei vielen Kindern Defizite bei Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen im Straßenverkehr beobachten. Nach Angaben der Stiftung starben 2025 bundesweit 74 Kinder unter 15 Jahren bei Verkehrsunfällen, 13 von ihnen waren mit dem Fahrrad unterwegs. Rund 29.200 Kinder wurden verletzt. Mit einer bundesweiten Schulstartkampagne will die ADAC Stiftung Eltern, Schulen und weitere Verkehrsteilnehmende für mehr Sicherheit auf dem Schulweg sensibilisieren.


96 Prozent der Kinder in Deutschland zwischen 4 und 12 Jahren können Fahrrad fahren. Das ist das Ergebnis einer Elternumfrage der ADAC Stiftung. Erhebliche Defizite sehen Eltern jedoch bei den Fähigkeiten, die für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr unerlässlich sind. 38 Prozent der 7- bis 9-Jährigen beherrschen keinen Schulterblick, können nicht sicher einhändig fahren und somit auch keine eindeutigen Handzeichen geben. Selbst bei den 10- bis 12-Jährigen, die üblicherweise die schulische Radfahrausbildung bereits absolviert haben, liegt dieser Anteil bei über 20 Prozent.

Damit fehlt es vielen Kindern an Techniken, die als Kernkompetenz für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gelten. Beim Anfahren, Abbiegen oder an Kreuzungen müssen Kinder mehrere Dinge gleichzeitig leisten: das Gleichgewicht halten, den Verkehr beobachten, Handzeichen geben und Regeln beachten. Nach Auffassung der Eltern müssten Kinder diese Fertigkeiten spätestens am Ende der dritten Klasse erlernt haben.

„Radfahren ist für Kinder mehr als Fortbewegung. Es ist ein Stück Selbstständigkeit und eine wichtige Etappe auf dem Weg, sich sicher in der eigenen Umgebung zu bewegen. Dafür brauchen Kinder Übung und Vorbilder, und die finden sie zuerst bei den eigenen Eltern“, sagt Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung. „Die Sommerferien sind eine gute Gelegenheit, gemeinsam als Familie zu üben. Wer jetzt Zeit auf dem Rad verbringt, macht sein Kind fit für den Schulweg und für alle weiteren Strecken.“

Die Verantwortung dafür sehen die Eltern klar bei sich: 52 Prozent sehen sich zuerst selbst in der Pflicht, Kindern sicheres Verhalten im Verkehr beizubringen. Weitere 36 Prozent verorten die Aufgabe gleichermaßen bei sich und der Schule. Nur rund 10 Prozent ordnen sie primär der Schule zu. Die schulische Radfahrausbildung bekommt von den Eltern überwiegend gute Noten: 83 Prozent finden, dass sie wesentliche Kompetenzen für den Straßenverkehr vermittelt.

Die Ergebnisse der aktuellen Elternumfrage fügen sich in ein Bild ein, das Lehrkräfte bereits im Mai in einer Umfrage der ADAC Stiftung gezeichnet hatten: 47 Prozent der Kinder leiden nach ihrer Einschätzung unter erheblichen Aufmerksamkeitsdefiziten im Straßenverkehr, 36 Prozent haben Schwierigkeiten, in entscheidenden Momenten richtig zu reagieren.

Wie relevant der Übungsbedarf ist, zeigt der Blick auf die aktuelle Unfallstatistik: 2025 starben in Deutschland 74 Kinder unter 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall, 13 davon waren mit dem Fahrrad unterwegs. Rund 29.200 Kinder wurden verletzt, im Schnitt kam damit alle 18 Minuten ein Kind zu Schaden. Ältere Kinder verunglücken nach Auswertung des Statistischen Bundesamts besonders häufig werktags zwischen 7 und 8 Uhr, zur typischen Schulwegzeit.

Den Schulweg sicherer zu machen, ist das Ziel einer bundesweiten Schulstartkampagne der ADAC Stiftung. Sie richtet sich zu Beginn des neuen Schuljahres an Eltern und Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen sowie alle Verkehrsteilnehmenden im Umfeld von Schulen. Auf stiftung.adac.de/schulstart stellt die ADAC Stiftung umfangreiche Informationsmaterialien und Lösungsvorschläge kostenlos zur Verfügung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert