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Soziales Miteinander in Deutschland wird schlechter

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Umfrage: Mehrheit sieht zunehmende Verrohung im Alltag

Das soziale Miteinander in Deutschland hat sich aus Sicht vieler Menschen deutlich verschlechtert. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit sagen 77 Prozent der Befragten, der gesellschaftliche Zusammenhalt habe in den vergangenen drei Jahren gelitten. 86 Prozent nehmen häufiger Respektlosigkeit, Beleidigungen und Aggressivität wahr. Insgesamt bewerten 67 Prozent das Miteinander als schlecht oder sehr schlecht.

Anlass der Erhebung ist die Fortsetzung des Wettbewerbs „Gesichter für ein gesundes Miteinander“, den die DAK-Gesundheit auch 2026 ausrichtet. Schirmherrin ist Bundesfamilienministerin Karin Prien. Mit dem Wettbewerb sollen Projekte ausgezeichnet werden, die Gemeinschaft und Gesundheit stärken. „Wenn die Mehrheit der Menschen in ihrem Alltag mehr Beleidigungen oder Aggressionen erleben, dann braucht es darauf eine Antwort der Gesellschaft“, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

Besonders häufig wird eine Verschlechterung im öffentlichen Raum und im Internet wahrgenommen. Zugleich sehen 78 Prozent der Befragten einen positiven Zusammenhang zwischen sozialem Zusammenhalt und Gesundheit. Mehr als die Hälfte engagiert sich bereits für ein besseres Miteinander oder ist dazu bereit. Bewerbungen für den Wettbewerb sind bis Mitte September möglich, insgesamt werden Preisgelder von rund 40.000 Euro vergeben.


Das soziale Miteinander in Deutschland wird immer schlechter. Mehr als drei Viertel der Menschen sehen in den vergangenen drei Jahren eine negative Entwicklung beim gesellschaftlichen Zusammenhalt. Von ihnen erleben 86 Prozent häufiger Respektlosigkeit, Beleidigungen und Aggressivität. Das sind neun Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit. Insgesamt bewerten 67 Prozent der Befragten das soziale Miteinander als schlecht oder sehr schlecht. Als Reaktion auf diese Entwicklung setzt die DAK-Gesundheit ihren Wettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Karin Prien auch 2026 fort. Bereits im sechsten Jahr werden beispielhafte Gemeinschafts-Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Prävention und Pflege gesucht.

„Das soziale Miteinander in Deutschland gerät zunehmend in eine Schieflage“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Wenn die Mehrheit der Menschen in ihrem Alltag mehr Beleidigungen oder Aggressionen erleben, dann braucht es darauf eine Antwort der Gesellschaft. Unser Wettbewerb sucht deshalb bundesweit Gesichter, die durch ihr ehrenamtliches Engagement das soziale Miteinander stärken und so auch die Gesundheit der Beteiligten fördern.“

„Gesundheit ist kein Thema nur für eine alternde Gesellschaft – sie betrifft uns alle, ob jung oder alt. Sie bedeutet weit mehr, als einfach nicht krank zu sein. Gesundheit heißt: sich körperlich wohlfühlen, mental im Gleichgewicht bleiben und ein soziales Netz haben, das trägt. Sie lebt von Prävention, guter Pflege und verlässlicher Versorgung“, sagt Bundesfamilienministerin Karin Prien als neue Schirmherrin des Wettbewerbs „Gesichter für ein gesundes Miteinander“. „Wenn wir als Gesellschaft wieder enger zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen, profitieren wir alle. Darum freue ich mich, dass die DAK-Gesundheit mit diesem Wettbewerb Projekte auszeichnet, in denen Menschen sich genau dafür einsetzen – für ein gesundes Miteinander in jeder Lebensphase. Gerne habe ich deshalb die Schirmherrschaft darüber übernommen. Ich wünsche dem Wettbewerb viel Aufmerksamkeit und Erfolg.“

Für die Erhebung im Auftrag der DAK-Gesundheit hat das Forsa-Institut bundesweit rund 1.000 Menschen über 18 Jahren befragt. Das Ergebnis: 77 Prozent von ihnen sagen, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft in den vergangenen drei Jahren deutlich schlechter geworden sei. Vor allem nehmen die Menschen eine Zunahme von Beleidigungen und Respektlosigkeit (86 Prozent) sowie Aggressivität (81 Prozent) wahr. 79 Prozent empfinden eine Zunahme von Egoismus, fast ebenso viele (76 Prozent) mehr Intoleranz und Ausgrenzung. Die Grundstimmung bleibt dabei weiter negativ: 67 Prozent sagen, das soziale Miteinander sei schlecht oder sehr schlecht. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr.

Diejenigen, die eine Verschlechterung des sozialen Miteinanders wahrnehmen, sehen diese insbesondere im öffentlichen Raum, beispielsweise beim Einkaufen oder im Straßenverkehr (87 Prozent). 83 Prozent empfinden eine Verschlechterung online in sozialen Netzwerken oder Kommentarspalten. Die Werte haben sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Fast die Hälfte (42 Prozent) sieht ebenso eine Verschlechterung des Umgangs an Schulen, Hochschulen und am Arbeitsplatz. Ebenso gut die Hälfte ist der Meinung, dass vom negativen Trend im sozialen Umgang insbesondere Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsene unter 40 Jahren betroffen sind (55 bzw. 53 Prozent).

Mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent) sind laut DAK-Umfrage davon überzeugt, dass sich ein besseres soziales Miteinander auf jeden Fall positiv auf die Gesundheit der Menschen auswirken kann. Etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent) gaben an, sich bereits für eine Verbesserung beim Zusammenhalt und Zusammenleben einzusetzen. Knapp ein Viertel (23 Prozent) ist zwar noch nicht aktiv, aber grundsätzlich bereit, sich zu engagieren. „Diese Zahlen zeigen: die Menschen nehmen die negativen Entwicklungen nicht einfach hin, sondern sind bereit, sich aktiv einzubringen“, sagt DAK-Vorstandschef Storm. „Diese Bereitschaft wollen wir honorieren und fördern.“

Die DAK-Gesundheit wird bei ihrer Kampagne von zahlreichen Spitzenpolitikerinnen und -politikern unterstützt. So haben zum Beispiel Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen.

Beim Wettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ werden herausragende Projekte aus den Bereichen der Gesundheitsförderung, der Prävention und der ehrenamtlichen Pflege gesucht. Angesprochen sind Vereine, Gruppen, Verbände und Organisationen sowie Betriebe, die sich für ein gesundes Miteinander engagieren. Bei den gesuchten Projekten kann es sich zum Beispiel um spezielle Bewegungsangebote für Kinder oder ältere Menschen handeln, um Schulaktionen zur Suchtprävention oder interaktive Anti-Stress-Kurse in Betrieben.

Eine Teilnahme am Wettbewerb ist bis zum 15. September 2026 unter www.dak.de/gesichter möglich. Zunächst ermitteln in den Bundesländern einzelne Landesjurys die besten Projekte, danach kommen die Hauptgewinnerinnen und -gewinner in die bundesweite Endausscheidung. Es locken Preisgelder in Höhe von insgesamt knapp 40.000 Euro, mit denen die Siegerprojekte gefördert werden.

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