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1,9
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32,0
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13
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Herausgeber der PM
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit
Regensburger Straße 100
90478 Nürnberg |
Pressekontakt
person Christine Vigeant
call + 49 911 179-1946 language https://iab.de/presse/ |
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Ein Abbruch der Ausbildung führt für viele Jugendliche langfristig zu deutlichen Einkommensverlusten – vor allem bei jungen Menschen aus sozial benachteiligten Familien. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, der Universitäten Bamberg und Bielefeld sowie des Schwedischen Instituts für Sozialforschung hervor. Demnach erzielen Jugendliche, die ihre Ausbildung abbrechen, in den zehn Jahren danach im Schnitt nur etwa halb so viel Einkommen wie vergleichbare Absolventinnen und Absolventen.
Besonders stark fällt der Unterschied bei Jugendlichen aus benachteiligten Familien aus: Wer die Ausbildung abschließt, kommt im Untersuchungszeitraum im Durchschnitt auf 153.000 Euro, nach einem Abbruch sind es nur 82.000 Euro. Für Jugendliche aus besser gestellten Familien zeigen sich dagegen langfristig keine Einkommensnachteile.
„Die Folgen eines Ausbildungsabbruchs hängen auch mit den verfügbaren sozialen Ressourcen zusammen“, sagte IAB-Forscherin Kerstin Ostermann. Jugendliche aus nicht benachteiligten Haushalten nähmen nach einem Abbruch häufiger erneut eine Ausbildung auf. IAB-Forscher Alexander Patzina erklärte, „bessere Möglichkeiten des Wiedereinstiegs in die berufliche Bildung“ und eine engere Begleitung beim Übergang in Beschäftigung könnten helfen, die langfristigen Folgen zu begrenzen.
Ausbildungsabbrüche haben im Schnitt erhebliche Einkommensverluste zur Folge. Jugendliche, die ihre Ausbildung aufgrund einer anderen attraktiven Ausbildung oder Beschäftigung abbrechen, erzielen in den zehn Jahren nach Abbruch im Durchschnitt etwa die Hälfte des Einkommens vergleichbarer Absolventinnen und Absolventen. Diese Einkommensverluste sind sozial stark ungleich verteilt. Das zeigt eine Untersuchung von Forschenden des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der Universitäten Bamberg und Bielefeld und des Schwedischen Instituts für Sozialforschung.
Der negative Effekt eines Ausbildungsabbruchs konzentriert sich stark auf Jugendliche aus eher benachteiligten Familien. Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, konnten im zehnjährigen Untersuchungszeitraum im Schnitt ein Einkommen von 153.000 Euro erzielen. Bei denjenigen, die ihre Ausbildung abgebrochen haben, beläuft sich dieses auf lediglich 82.000 Euro. Für Jugendliche aus sozial besser gestellten Familien zeigen sich hingegen keine Einkommensnachteile. Trotz des Abbruchs erreichen sie langfristig im Durchschnitt vergleichbare Einkommensniveaus wie Absolvent*innen aus derselben Herkunftsgruppe.
„Die Folgen eines Ausbildungsabbruchs hängen auch mit den verfügbaren sozialen Ressourcen zusammen“, so IAB-Forscherin Kerstin Ostermann. Jugendliche aus nicht benachteiligten Haushalten nehmen nach einem Abbruch häufiger erneut eine Ausbildung auf, sogenannte Zweite-Chance-Wege. Außerdem unterscheiden sich die Arbeitsmarktzugänge derjenigen, die keinen weiteren Abschluss erwerben. Abbrecher*innen aus nicht benachteiligten Familien arbeiten deutlich häufiger in Tätigkeiten, die formal eigentlich einen Berufsabschluss erfordern. Sie sind also häufiger „unterqualifiziert“ für ihren Job, haben aber dennoch vergleichsweise gute Einkommens- und Aufstiegschancen.
„Bessere Möglichkeiten des Wiedereinstiegs in die berufliche Bildung, eine engere Begleitung beim Übergang in Beschäftigung sowie der Abbau von Zugangsbarrieren zu qualifizierten Tätigkeiten könnten dazu beitragen, die langfristigen Folgen eines Ausbildungsabbruchs zu begrenzen“, folgert IAB-Forscher Alexander Patzina.
